24.04.2026 – Walk and Talk III in Paderborn

24.04.2026 – Walk and Talk III in Paderborn

Durchweg begeistert äußerten sich alle Teilnehmerinnen der Walk-&-Talk-Runden im Februar und März. Entsprechend motiviert startete nun erneut eine Gruppe von Zeitspenderinnen gemeinsam mit angehenden Pflegekräften aus Indien zu einem Spaziergang durch die Innenstadt. Zum Abschluss des kommunikativen Bummels ging es sogar noch überraschend hoch hinaus.

Erst Anfang April haben die fünf jungen Frauen im Alter von 19 bis 21 Jahren ihre Ausbildung zur Pflegekraft im Christlichen Krankenhaus begonnen. Den großen Wechsel vom tropischen Kerala ins ostwestfälische Paderborn haben die couragierten Pflegeschülerinnen offenbar schnell und gut gemeistert. Von Beginn an begegneten sie den erwartungsvollen Zeitspenderinnen mit fröhlicher Offenheit und beeindruckenden Deutschkenntnissen.

Wie schon beim ersten Walk & Talk wechselten sich Sightseeing und Stadtinformationen mit Gesprächsphasen ab. Um den Austausch möglichst vielfältig zu gestalten, wurden erneut Sprachtandems gebildet, deren Zusammensetzung unterwegs immer wieder wechselte.

Kreuz und quer durch die Innenstadt

Bei strahlendem Sonnenschein machte die Stadterkundung besonders viel Spaß. Die historischen Gebäude rund um den Rathausplatz wurden ebenso besucht wie der Domplatz. Ein kurzer Abstecher in den Dom sowie ein Besuch der Schatzkammer standen ebenfalls auf dem Programm. Die Besichtigung des Libori-Schreins bot zudem eine ideale Gelegenheit, die jungen Frauen schon jetzt auf das Libori-Fest im Sommer einzustimmen – denn bei allem Lerneifer soll auch der Freizeitspaß nicht zu kurz kommen.

Die besondere Akustik der Bartholomäuskapelle wurde singend erprobt. Natürlich durften auch die Kaiserpfalz und das Quellbecken der Pader mit seinen Edelstahlskulpturen bei der Führung nicht fehlen. Ein Besuch der Stadtbibliothek rundete das Programm ab: Die hellen Räume und das vielfältige Angebot bieten eine kostengünstige Möglichkeit, Freizeitgestaltung und Sprachförderung zu verbinden.

Ein großer Schritt: vom Sprachkurs zum Alltagsdeutsch

Auf den Wegen zwischen den Stationen gab es zahlreiche Gelegenheiten, bei denen die jungen Frauen die Zeitspenderinnen mit ihren Deutschkenntnissen beeindruckten. Nach zehn Monaten Sprachunterricht in Indien und rund drei Wochen Praxis in Paderborn konnten sie sich bereits erstaunlich gut ausdrücken. Die Möglichkeit, ihre Kenntnisse im Alltag anzuwenden, nutzten sie mit großer Offenheit.

Die ersten Tage im Krankenhaus seien dennoch herausfordernd gewesen, berichteten einige Teilnehmerinnen. Tatsächlich unterscheidet sich die gesprochene Alltagssprache deutlich von der im Sprachkurs vermittelten Aussprache. Doch alle zeigten sich zuversichtlich, sich Schritt für Schritt daran zu gewöhnen. Für die Zeitspenderinnen war es ein schönes Gefühl, einen kleinen Beitrag zu den sprachlichen Fortschritten leisten zu können.

Zum Abschluss des Spaziergangs wartete noch eine besondere Überraschung auf die Pflegeschülerinnen: ein Abstecher auf den Lunapark mit einer Fahrt im Riesenrad. Auch wenn es für die eine oder andere etwas Überwindung kostete, ließ sich keine die Gelegenheit entgehen, ihre neue Heimat aus 50 Metern Höhe zu betrachten. So endete auch die dritte Walk-&-Talk-Runde mit strahlenden Gesichtern.

Diese kleine Initiative zur Integration neuer MitbürgerInnen macht nicht nur Freude, sondern erweitert auch den Horizont aller Beteiligten. Weitere Termine sind bereits in Planung.